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Derby. Ein Nachruf.

Das vorerst letzte Erlanger Handball Derby vergangenes Wochenende ist gespielt. Der HC Erlangen gewinnt deutlich gegen Brooklyn United und die Gastgeber aus dem Stadtsüden geben sich verdient und achtungsvoll geschlagen. Neben dem Handballergebnis gibt es aber noch einen Gewinner.

Den Erlanger Handball?

Zuletzt war die altehrwürdige Karl-Heinz-Hiersemann-Halle, in der quasi jeder der Akteure vom Wochenende seine ersten großen Schritte gemacht hat, bei einem Zweitligaspiel des HC Erlangen so gefüllt. Mal abgesehen von einer kleinen Gruppe unbedarften Möchtegern-Ultras, welche besser in der Playmobil-Kinderwelt im Fürther Ronhof aufgehoben wären sind die knapp 1000 Besucher des Stadtderbys Freunde, Bekannte, Handballspieler oder –begeisterte. Eine Welt, die vor Jahren in Erlangen mit CSG und HG gewachsen ist und noch immer besteht. Viele kennen sich. Jeder kennt eine Anekdote von anno dazumal. Alle sind aus einem Grund da: Erlanger Handball!

Durch die Verlegung des Spielbetriebs des HC Erlangen in die Arena Nürnberger Versicherungen brach diese lokale Begeisterung ein. Klar folgt ein nicht kleiner Teil der Anhängerschaft ihrer Mannschaft nach Nürnberg. Dennoch ist es nicht mehr Erlanger Handball. Die HC Bundesliga Mannschaft ist eine Profimannschaft in der aktuell die Bindung zum Hauptverein vermutlich so gering wie noch nie ist. Nur Handballromantiker haben vielleicht etwas anderes erhofft. Doch sowohl der Auszug nach Nürnberg, begründet durch die Unfähigkeit der Stadt Erlangen eine geeignete Spielstätte zu erstellen, als auch die Professionalisierung, die in der ersten Handball Bundesliga unabdingbar ist, ist der richtige Weg, wenn man eine Rolle in der DKB Handball Bundesliga spielen möchte.

Nun hält mit der zweiten Mannschaft des HCE wieder Drittliga Handball Einzug in Erlangen. Um die beiden herausragenden Akteure Lux und Hofmanns stellt Spielertrainer Wannenmacher eine schlagkräftige Truppe. Mit einigen Ergänzungen sowie der gleichen, zielstrebigen Einstellung könnten sie sich durchaus in der 3. Liga etablieren. Das könnte einerseits die Bindung zur Profimannschaft verbessern und zudem für einen zweiten Frühling des Erlanger Handballs sorgen.

Brooklyn United, will man die lokale Presse böse interpretieren, als talentlose Mannschaft mit Hang zum Alkoholismus beschrieben, wird künftig vermutlich weiterhin in der vierten Liga, der Bayernliga spielen. Eine Mannschaft bzw. ein Verein, um die ehrenamtlichen Handballorganisatoren Gerald Rothberger, Peter Krell, Philipp Hirning und Mirko Scholten, welcher in den vergangenen Jahren ebenfalls schon viel erreichte. Die zweite Mannschaft von Brooklyn kämpft in ihrer ersten Landesliga Saison um den Klassenerhalt. Die Damenmannschaft spielt nach ihrem Aufstieg in die Bezirksoberliga bereits wieder vorne mit. Und dies alles auf einem Fundament der Leidenschaft.

Handballstadt?

Die Bedingungen der Erlanger Handballszene wird durch das Wort „Leidenschaft“ mehr als passend beschrieben. Eine Leidenschaft, die Leiden schafft. Die Bezeichnung Handballstadt nur einmal in den Bezug mit Erlangen zu bringen ist fast schon absurd. Der HC Erlangen trainiert mit seinen vielen Mannschaften fast ausschließlich überlappend und somit nur in Hallenhälften. Immerhin hat der HC das Monopol auf Erlangens einzige „Harzhalle“, der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle. Brooklyn trainiert mit zwei „Harz-Mannschaften“ einmal die Woche 2 Stunden in der KHHH. Ansonsten muss der Verein auf die harzfreie Emmy-Noether-Halle zurückgreifen. Dass der HC Erlangen hier sein Monopol nicht abgeben will, steht außer Frage. Bisher einigte man sich immer auf kurzem Dienstweg, auch wenn das aufgrund der vielen Mannschaften und der konkreten Zielsetzung dieses Jahr nicht klappen sollte und United mit zwei Stunden Harztraining in jeweils einer Hallenhälfte, Bayern- und Landesliga-Handball spielen muss.

Das Problem ist ein bekanntes. Das Sportamt der Stadt Erlangen kann die fehlenden Hallenkapazitäten den Vereinen nicht anbieten und ist immer wieder zu Kompromissen gezwungen. Brooklyn wird dieses Jahr auch aufgrund der desaströsen Trainingsmöglichkeiten wieder mindestens einen hochkarätigen Abgang zu verzeichnen haben. Wie es jedes Jahr der Fall ist. Vereine in anderen Kommunen haben selbst in der Bezirksoberliga bessere Bedingungen als das hier in Erlangen der Fall ist. Mit den aktuellen Entscheidungen bei Hallenneu- und –umbauten führen die Verantwortlichen den Hallen(handball)-Sport in Erlangen ad absurdum.

Erlanger Handballweg?

Wo geht es also hin mit dem Erlanger Handball? In Zukunft könnte man in Erlangen einen „Handballspieltag der Spitzenklasse“ austragen: 3. Liga Herren (HC II), Bayernliga (Brooklyn 1), 3. Liga Damen (TS Herzogenaurach), Landesliga (Brooklyn 2). So könnte das Tableau lauten. Die Akteure der einzelnen Mannschaften sind ohnehin befreundet – jetzt wo die direkte Rivalität wegfällt vielleicht auch ein bisschen mehr. Die handballinteressierten Bürger in der Stadt und im Landkreis würden sich über ein solches Sportangebot sicherlich freuen. Doch wenn die Gegebenheiten nicht der Nachfrage von Sportlern und Sportbegeisterten angepasst wird, wird das wohl nur ein Wunschtraum Aller bleiben. Wenn sich in Erlangen ca. 40.000 Menschen in Erlanger Sportvereinen organisiert haben, ist das doch eigentlich ein klares Bekenntnis zum Verein, deren Sportangebote und zum Sport in dieser Stadt.

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Und sieht man einmal vom Amüsement-Faktor ab, ist da ja noch die Leistungsförderung. Verantwortliche des HC Erlangen wissen längst, dass der TV Erlangen-Bruck ein wichtiger Baustein in der Ausbildung von Jugendspielern ist bzw. sein wird. Das Ziel die HC A-Jugend wieder in die Jugendbundesliga zu bringen wird nur funktionieren, wenn die Erlanger Vereine und die Erlanger Sportpolitik an einem Strang ziehen. Und wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg – Der Weg des Erlanger Handballs!

Wir für unseren Teil hoffen, dass dieser Nachruf von dem einen oder anderen Entscheider gelesen wird. Denn wie eingangs erwähnt, steht eine Sache außer Frage: Erlangen liebt Erlanger Handball. Und am Ende wollen alle diesen als Gewinner sehen!

#united #voran

Brooklyn verliert gegen Hätzfelder Bullen 23:25 und den Anschluß in der Tabelle

TV Erlangen-Bruck II – TG Heidingsfeld 23:25 (9:13)

Die Teams starteten mit unterschiedlichen Ausgangspositionen: Brooklyn wollte den ersten doppelten Punktgewinn der Rückrunde und die Gäste die Sicherung des zweiten Tabellenplatzes, der zur Relegation um den Aufstieg in die Bayernliga berechtigt.

Ohne Abtasten entwickelte sich ein schnelles, dynamisches Spiel mit vielen Zweikämpfen. Bruck ging mit 4:2 in Führung (6. Min.), die Gäste glichen aus und legten ihrerseits zum 4:6 (12. Min.) vor. Ein 7m ohne Tor hinderte die Uni-Städter nicht daran, dran zu bleiben, um in der 17. Minute mit 7:7 wieder den Ausgleich herzustellen.

Die Wechsel im Brucker Team verursachten jedoch ein paar Abstimmungsprobleme. In der Abwehr bekam man auf den starken Rückraum um die Drittliga erfahrenen Michal Panfil und Ole Dietzmann sowie den individuell starken Viktor Bodo nicht mehr den Zugriff wie zuvor, und im Angriff ließ die Durchschlagskraft gegen die groß gewachsene Gäste-Abwehr nach. Brooklyn verpasste die Chance auf mehr, weil man zusätzlich ohne Grund auf eine der Stärken des Teams – dem schnellen Umschaltspiel – verzichtete und so 11 Minuten ohne Torerfolg blieb.
Diese Phase nutzen die „Hätzfelder Bullen“ eiskalt zu einem 0:5 Lauf und gingen mit 7:12 (27. Min.) in Führung. Bruck gelang bis zur Halbzeit mit dem 9:13 noch etwas Ergebniskosmetik.

Die Absprache in der Halbzeit war klar – mehr Einsatzwille, aggressivere Abwehr und höheres Tempo als in der ersten Spielhälfte sollten die Wende bringen.

Etwas Hoffnung kam auf, als man in der 38. Minute trotz doppelter Unterzahl auf 13:16 verkürzen konnte. Zu mehr reichte es im weiteren Verlauf des Spiels jedoch nicht, denn Heidingsfeld hatte im entscheidenden Moment immer die besseren Lösungen parat. Im Angriff kamen die Gäste zunehmend mit der offensiven Spielweise von Brooklyn zurecht und schlossen bei angezeigtem Zeitspiel wiederholt erfolgreich ab. In diesen Situationen war Brooklyn in der Abwehr zu zögerlich und verlor die entscheidenden Zweikämpfe. Im Angriff waren die Aktionen jetzt zwar zwingender und das Umschaltspiel verbessert, aber die Hätzfelder Bullen hielten mit ihrer Spielerfahrung das junge Brucker Team bis zum Spielende auf Distanz.

Somit war der Sieg der Gäste vollends verdient, die Schwächephase vor der Halbzeit rückblickend vermutlich spielentscheidend und zwei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf verloren. Brooklyn wartet weiter auf den ersten doppelten Punktgewinn der Rückrunde und verweilt aktuell auf dem Abstiegsplatz.

Für Bruck: Miranda-Jahn, Hagen; Will (2), Resimius (2), Faber (1), Wislicenus (3), Wolf M. (1), Paduch (2), Mangen (2/1), Knerr (2), Großhauser (2), Wenzel (4), Oertel (2)

Erfolg vor Sportgericht: Zehn Sahrmann Bescheide rechtswidrig

Der TV Erlangen-Bruck hatte mit seinem Einspruch Erfolg: Mit der Begründung „formell rechtswidrig“ hat das Bezirksgericht des Bayerischen Handballverbands sämtliche zehn Strafbescheide aufgehoben, die gegen den Bayernligisten ergangen waren. Hätten die Bescheide Bestand gehabt, wären dem Verein 8 Punkte in der Bayernliga und 2 Punkte in der Landesliga abgezogen worden. Hintergrund war der Einsatz des Spielers Luca Wenzel, der nach Auffassung der spielleitenden Stelle keine Spielberechtigung besessen haben soll. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig geworden.

„Das ist eine super Nachricht nach den vielen Wochen des Bangens und des Kämpfens, wir mussten zum Schluss noch die 14 Tage abwarten, in denen der Verband hätte Berufung einlegen können“, so ein sichtlich erleichterter Vorstand Gerry Rothberger. Jetzt ist es amtlich, Bruck steht mit derzeit 18:14 Punkten auf Platz 8 der Bayernliga. „Das waren schon harte Wochen, man darf ja nicht vergessen es steigen eventuell mehr als drei Mannschaften in der Bayernilga ab. Coburg, Bad Neustadt und auch Fürstenfeldbruck können als Absteiger in die Bayernliga rutschen, dann haben wir fünf Absteiger oder mehr“.

„Es war wichtig, dass wir uns gewehrt haben. Kurz nach Erhalt der der Bescheide haben sich alle Verein zusammengeschlossen. Der TV 61 hat dann beschlossen, uns einen spezialisierten Rechtsanwalt zu nehmen“. Bruck hat sich von Helge-Olaf Käding (www.handballrecht.de) vertreten lassen, Experte für Handballrecht mit Sitz im ostwestfälischen Minden. „Es war eine tolle Zusammenarbeit! Wir sind so froh,  dass wir diesen Schritt gegangen sind“, so Rothberger.

Bis zuletzt hatte Klaus Dieter Sahrmann (Landshuter Zeitung 06.02.2017) öffentlich bestätigt, dass der BHV noch in Berufung gehen kann.

In der Öffentlichkeit hat man in den vergangenen drei Monaten vom TV 61 Bruck und seinen Offiziellen nichts gehört. Der Verein hielt sich bewusst bedeckt.  Es gab nur die Aussage „Wir können nichts sagen, es ist ein laufendes Verfahren“.

Unklar ist noch, wie mit der Tatsache umzugehen ist, dass das Bezirksgericht auch die Umwertung des Final Four Pokalspiels Halbfinale gegen die SG Kaufbeuren rückgängig gemacht hat. Der TV ist somit rechtskräftig festgestellt zu Unrecht aus dem Pokal ausgeschieden und kann aus praktischen Gründen auch nicht mehr in den Wettbewerb integriert werden.

„Leider haben wir im Pokal nicht spielen können, wir hatten ja Ende Dezember das Final-Four in Bayern erreicht, der Zug ist abgefahren“. Waldbüttelbrunn ist Gewinner des Turniers geworden, und hat in der ersten Runde den Zweitligisten TV Neuhausen schlagen können. „Wir lassen prüfen, was wir hier erreichen können, und geben nicht klein bei“, so Rothberger.

„Ansonsten kann ich mich nur bei vielen bedanken:  Peter Krell meinem Abteilungsleiter, was haben wir in den letzten Monaten gemeinsam verbracht. Der Mannschaft, Fans, Freunden, und auch Funktionären und Spielern von anderen Vereinen. Die Solidarität war riesig nach der Hiobsbotschaft“. Am 20.11.2016 war der TV Tabellenletzer mit 0:16 Punkten, die Mannschaft und der Verein waren sprachlos. „Das musste erstmal verdaut und weg gesteckt werden, wir waren erstmal alle im Schock“. Aber die Mannschaft mit drei Siegen im Dezember gegen Lohr, in Friedberg und in Waldbüttelbrunn die richtige sportliche Antwort gegeben.

„Ich drücke dem TuS Fürstenfeldbruck die Daumen, sie haben als Regionalligist beim DHB 13 Punkte verloren und nicht wieder bekommen. Ich habe selber in FFB aus meiner aktiven Zeit noch einige Freunde, und hoffe dass auch sie die Punkte zurück bekommen“. Der Aufstiegskandidat FFB ist jetzt auf einem Abstiegsplatz, und wird noch bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen müssen.

Neues Maskotchen

Unsere Damen haben ein neues Maskotchen. Brachte in Pyrbaum zum erstenmal Glück.

Maskottchen

 

Brucker Niederlage im Spitzenspiel

Auch die Handballdamen sind in einem Artikel der EN vertreten!

Hartes Ringen: Zwischen Bruck (rotes Trikot) und Röthenbach ging es eng zu.

Artikel in den EN

Was für ein super Artikel heute in der EN… BROOKLYN UNITED…. und was für ein geniales Bild!!! Danke Katharina und Harald

„Ich spiele hart an der Grenze, das weiß jeder Gegner“: Philipp Hirning steht für den Zug zum Tor seiner Brucker Mannschaft.

Zurück in der Spur!

United zeigt wieder das wahre Gesicht und lässt Günzburg keine Chance (17:7, 34:23).

#united #voran #leereslazarett #jankommtauchbald #rookiekeeper #chestday #dornröschchen #playerofthematchcap #hüttensepp #babberla #handgelenk #kalle #kathasportlichunterwegs

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Bruckerinnen überraschen sich mit dem aktuell erkämpften 2. Tabellenplatz selbst ein wenig

Dabei ist dieser Zwischenerfolg kaum verwunderlich, denn die Aufsteigermannschaft feierte am Sonntag mit dem 18:14 Derbysieg gegen den TS Herzogenaurach II den siebten Sieg in Folge!

So eindeutig das Ergebnis scheint, so zäh musste es erkämpft werden. Vorallem die erste Halbzeit gestaltete sich nach einem guten Start der Brucker Damen sehr ausgeglichen. Dies zeigte auch die Anzeigetafel zur Halbzeit mit 8:8 Toren.

Dann kamen jedoch die Bruckerinnen deutlich konzentrierter aus der Kabine aufs Feld zurück und konnten sich einen Torevorsprung erkämpfen. Allerdings spielte die Brucker Mannschaft diese Überlegenheit nicht souverän aus, sondern ließ sich zu sehr von der hektischen gegnerischen Spielweise mitreißen.

Alles in allem sind die Mädels super glücklich ihre Leistung in jedem Spiel aufs Neue bestätigen zu können und freuen sich nun auf die Auswärtspartie gegen TV 1881 Altdorf (Sonntag, 16 Uhr).

DANKE AN UNSERE FANS, DIE UNS SO WUNDERBAR UNTERSTÜTZEN!

Ein harter Kampf: Handball in der Bezirksoberliga fordert die Spielerinnen, besonders im Nachbarschaftsduell zwischen dem TV 1861 Bruck (rotes Trikot) und Herzogenaurach geht es zur Sache.

Nürnberger Zeitung – 23/01/2017

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Auch unsere Damen gewinnen

Auch unsere Damen gewinnen in Oberviechtach mit 24:15, und stehen als Aufsteiger in der BOL mit 16:6 Punkten auf einen unglaublichen 3ten Platz!!! Nächsten Sonntag um 13.30 uhr istHeimspieltag in der EMMY Halle gegen TS Herzogenaurach II, wir werden euch unterstützen!!
Super, weiter so!

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