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TV Erlangen- Bruck – DJK Waldbüttelbrunn 35:32 (18:16)

Was alle befürchtet hatten, ist eingetreten. Nach schier endlosem Warten in der brodelnden Gerüchteküche erreichte den TV Erlangen-Bruck unter der Woche das endgültige Urteil: Abzug aller 8 Punkte am grünen Tisch! Zwar rief diese endgültige Nachricht keineswegs Jubelschreie bei den Bruckern hervor, doch war man andererseits froh darüber endlich Gewissheit in dieser Sache zu haben und mit Fakten statt mit Spekulationen umgehen zu können. Richtung Tabellenende gestürzt war nun mit 5 Punkten Abstand auf den 1. Abstiegskandidaten VFL Günzburg bei drei verbleibenden Ligaspielen der Abstieg zwar rein rechnerisch noch möglich, aber es musste schon mit dem Teufel zugehen und alles schiefgehen. Unabhängig von  den Ergebnissen der Legoländler musste man einen Sieg aus den letzten Partien holen, um den Abstieg in die Landesliga aus eigenen Kräften zuverhindern.

Die erste Möglichkeit dazu bot sich am Samstag gegen die starke drittplatzierte DJK Waldbüttelbrunn, die man jedoch am Ende des vergangenen Jahres bereits in einem phänomenalen Kampf bezwingen konnte. Da jedoch die Abstiegsgefahr der zweiten Mannschaft deutlich gravierenderer Natur ist, wurden Spieler aus der ersten Garde „freigespielt“ (2 Partien Pause) und abkommandiert, um den Rookies unter die Arme zu greifen  und die Flamme der Hoffnung auf den KLassenerhalt in der Landesliga nicht erlöschen zu lassen. Im Gegenzug erhielt man drei Akteure dazu, welche ihr Können nun in der Atmosphäre der Bayernliga unter Beweis stellen konnten.

Zwar ohne drei Stammspieler in der Startformation, doch hochkonzentriert und energiegeladen startete Brooklyn United in diese Partie und konnte gleich zu Beginn vorlegen und einen Vorsprung herausspielen. Über leichte Ballgewinne in der Abwehr konnte man durch Gegenstöße und die zweite Welle den Gegner anfangs überrennen, welcher kaum hinterherkam. Auch im Positionsangriff zeigte Steffan Meyer mal wieder sein Können und erzielte  einige sehenswerte Treffer. Als Bestätigung für seine Leistung bekam dieser ab der zehnten Minute einen persönlichen Bewacher zugeteilt, um den Spielfluss der Brucker zu unterbrechen. Unbeeindruckt von dieser taktischen Maßnahme setzten die Brucker ihren Siegeszug weiter fort und kamen vor allem über die an diesem Tag starken Außenspieler Mücke und Büttner zu einigen Torerfolgen. Nach einer zwischenzeitlichen 15:9 Führung zeigten die Gäste aus Unterfranken jedoch auch, dass sie nicht zu unrecht den dritten Tabellenplatz besetzten und kamen vor allem durch ihre starken Kreisläufer wieder zurück in die Partie. So wurden beim Stand von 18:16 die Seiten gewechselt.

Die zweite Spielhälfte war ein kampfbetontes Hin und Her, bei dem die Brucker lange Zeit die Nase vorn hatten, doch letztendlich versäumten sich abzusetzen. So wurde der Siegeswillen der Sumpfler nie ganz erstickt und diesen gelang in der 42. Minute sogar der Führungstreffer. In dieser Phase auf Messers Schneide überragte neben dem wieder einmal stoisch gelassenen Ochs auch Völcker, welcher an diesem Tag bereits seine zweite Partie für den Verein bestritt und mit sehenswerten Rückraumtreffern sein Team im Spiel hielt. Eingeleitet von einem seiner Treffer startete Brooklyn United einen 4:0 Lauf und zog davon. Unterstützung erhielten die Feldspieler in diesem Spielabschnitt auch von Torhüter Zapf, der sich seine Paraden für die Schlussphase aufgehoben hatte und beinahe alles in die Finger bekam, was auf sein Tor zuflog.

Am Ende leuchtete ein 35:32 auf der Anzeigetafel auf und der Klassenerhalt war unter Dach und Fach gebracht worden. Der Sieg des VFL Günzburg in der Parallelpartie gegen Unterhaching war somit ohne Bedeutung und erleichtert stand man nach diesem Kraftakt auf der Platte und erfreute sich mit den zahlreichen Fans der wichtigen Punkte. Auch in den nächsten zwei Partien gilt es für den TV Erlangen-Bruck regelkonform alles dafür zu tun, die zweite Mannschaft in der Liga zu halten, da man ja jetzt sicher nächstes Jahr mit der ersten Truppe in der Bayernliga stehen wird.

Für Brooklyn spielten:
Goebel, Zapf; Büttner (10/1), Meyer (7/1), Völcker (5), Mücke (4), Ochs (4), Duscher (2), Eichhorn (2), Will (1), Berger, Resimius, Mangen.

Brooklyn II gewinnt gegen Tabellendritten SG Regensburg klar und verdient

TV Erlangen-Bruck II – SG Regensburg 39:29 (15:17)

Die SG Regensburg als Tabellendritter hat noch die Möglichkeit den 2. Tabellenplatz und somit die Relegation zum Aufstieg in die Bayernliga zu erreichen. Der Gastgeber kämpft seit Wochen  unermüdlich, um den zur Relegation gegen den Abstieg berechtigenden 10. Tabellenplatz. Berücksichtigt man das Ergebnis aus der Hinrunde, das eindeutig mit 22:16 zugunsten der Gäste ausfiel und den Umstand der derzeitigen Verletztenliste, dann sprach eigentlich alles für die SG Regensburg.

Die Gäste aus Regensburg zeigten von Beginn an, dass sie ihre Chance wahrnehmen und auf den Tabellenzweiten TG Heidingsfeld aufschließen wollten. Brooklyn blieb nichts schuldig und begann ebenso schnell und dynamisch.

Beide Abwehrreihen agierten zweikampfstark, mit hohem körperlichen Einsatz und machten es ihren Gegenüber schwer Tore zu erzielen. Brooklyn ging mit 3:1 und 5:3 in Führung (10. Min.), konnte diese aber aufgrund von einigen technischen Fehlern und schlechter Chancenverwertung nicht ausbauen. Die SG Regensburg hielt dagegen und immer wieder stellte der starke Rückraum der Regensburger den Anschluss her, um kurz darauf sogar selbst mit 7:9 und 9:11 (18. Min.) die Führung zu übernehmen. Die Brucker Abwehr bekam in dieser Phase insbesondere den kräftigen RM-Spieler Uros Krasovec  und die rechte Angriffsseite der SG, mit wechselweise Marvin Munoz und Florian Uhl, nicht in den Griff, die individuell ihre Qualitäten zeigten und erfolgreich abschließen konnten.

Auf Brooklyn’s Seite das Spiegelbild:  Angetrieben durch den starken Philipp Hirning und mit guten Aktionen von Markus Wolf hatten auch die Gastgeber zwei spielbestimmende Akteure in ihren Reihen, so dass das Spiel bis zur 27. Minute beim Stand von 14:14 ausgeglichen war. Dann nutzten die Regensburger Gäste die Unachtsamkeit von Erlangen-Bruck und gingen mit 15:17 in die Pause.

Für die zweite Spielhälfte hatte sich Brooklyn einiges vorgenommen – Tempo, Dynamik und Aggressivität erhöhen. Dies wurde sofort umgesetzt und der Ausgleich war innerhalb von 70 Sekunden hergestellt. Nun wurde das Spiel von Brooklyn noch variabler, Tore wurden über den Kreis und auch von anderen Spielern im Rückraum erzielt. Die SG Regensburg konnte letztmalig zum 20:20 (37. Min.) ausgleichen, ehe der Brooklyn-Express richtig Fahrt aufnahm. Das Umschaltspiel klappte nun deutlich besser. Im Angriff konnten Philipp Hirning und Enzo Kohler immer wieder die Abwehr binden und ihre Mitspieler gekonnt in Szene setzen. Insbesondere Andi Knerr nutzte nun die Räume und mit einem 5:0 Lauf ging man mit 25:20 (43. Min.) in Führung. Die Abwehr von Bruck bekam mit Jan Völcker jetzt die rechte Angriffsseite der Gäste zunehmend besser in den Griff. Es war nur noch Marcel Elgeti, der mit individuellen Aktionen sein Team im Rennen hielt. Man merkte nun den Gästen den Kräfteverschleiß durch das hohe Tempo und mangelnden Wechselmöglichkeiten an. Bruck war aber nicht mehr zu halten und bei 28:25 (48. Min.) kam die SG Regensburg nur noch einmal auf 3 Tore heran. Dann setzte Brooklyn II zum Endspurt an und zog über 32:26 (51. Min.) davon. Auch die letzte Massnahme  der SG Regensburg, das Spiel durch den Einsatz des 7. Feldspielers noch zu drehen, griff nicht, weil sich die Heimmannschaft darauf taktisch eingestellt hatte.
Die in der Abwehr gewonnenen Bälle konnte Brooklyn wiederholt mit direkten Würfen auf das leere Tor der Gäste leicht und erfolgreich nutzen. So baute das junge Team die Führung weiter aus und siegte verdient mit 39:29, wenngleich das Ergebnis nicht ganz die Stärke der Gäste aus Regensburg widerspiegelt.

Brooklyn II nutzt also weiter die Chance, durch eigene Siege die Mitstreiter auf den Relegationsplatz unter Druck zu setzen.
Nun gilt es im Heimspiel am kommenden Samstag, den 06. Mai um 17:30 Uhr, gegen den ASV Cham nachzulegen.

Für Bruck: Miranda-Jahn, Hagen; Kohler (3), Hirning (9), Will (4), Resimius (3), Völcker, Wislicenus, Wolf M. (10), Paduch (1), Mangen (4/2), Knerr (3), Großhauser (2), Oertel

TSV Lohr : TV Erlangen-Bruck 29:25(13:12)

Brooklyn United lässt die Serie von vier Siegen in Folge gegen den TSV Lohr reißen und befindet sich weiterhin im Ungewissen. Personell einigte man sich man im Verein vor der Partie darauf ein paar Akteure für die zweite Mannschaft, welche sich im direkten Abstiegskampf in der Landesliga befindet, freizuspielen. Zudem agierte der verletzte Spielmacher Hirning als Co-Trainer und unterstützte somit sein Team von der Bank aus.

Für die Heimmannschaft bot sich mit einem Sieg die Gelegenheit den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen und dementsprechend strotzten die Unterfranken und ihre zahlreichen Zuschauer nur so vor positiver Energie. Brooklyn hingegen war nichts davon anzumerken und so startete man die Partie auf eine etwas lethargische Art. Ohne die nötige Entschlossenheit in der Abwehr und kopflos im Angriff bescherte man dem TSV Lohr somit einen Top-Einstieg in den Spielverlauf, so dass sich Coach Ljevar nach noch nicht einmal einer Viertelstunde gezwungen sah eine Auszeit zu nehmen.

Anfangs schaffte man es einen Bruch in den Spielverlauf der Heimmannschaft zu bringen und konnte sogar den Anschlusstreffer erzielen, doch diese Erfolgsphase sollte nur von kurzer Dauer sein. Durch einige Zuordnungsprobleme im Abwehrverbund und mangelnder Aggresivität gerat man wieder deutlich mit 10:6 ins Hintertreffen. Über die konsequente Gegenstöße von Eichhorn und einige Rückraumtreffer von Ochs schaffte man es sich doch noch zur Halbzeit heranzukämpfen.

So wurden bei 12:13 die Seiten gewechselt und Trainer Ljevar musste seine Worte an die Brucker Jungs sehr energisch und genau wählen, um den Siegeswillen innerhalb der Brucker Reihen wieder zu wecken. Ob man bei der Ansprache einfach nicht zugehört hatte oder mit dem Kopf völlig woanders war ist nicht bekannt, denn Lohr zerstörte das knappe Ergebnis direkt mit einem Zwischenspurt von 5:0 Toren. Coach Ljevar versuchte währenddessen mit fast allen Akteuren zu agieren, um die drohende Niederlage noch abzuwenden, doch kaum jemand außer vielleicht der stets kämpfende Duscher konnten dem Aufwärtstrend der Heimmannschaft etwas entgegensetzen. Dementsprechend verwalteten die Lohrer ihren mittlerweile deutlichen Vorsprung gekonnt und Bruck schaffte es vorerst nicht näher heranzukommen, denn jedesmal wenn man im Angriff mit mühevollen Aktionen zum Torerfolg gekommen war, leistete man sich hinten wieder leichte Fehler, die direkt bestraft wurden. Der an diesem Tag glücklos agierende Meyer leitete noch einmal eine Aufholjagd mit einem Schlagwurf ein und in den Reihen der Gäste keimte noch einmal Hoffnung auf als man einige Minuten vor Schluss bis auf drei Tore herankam. Doch vier Zeitstrafen innerhalb weniger Minuten brachen den Gästen aus Erlangen letztendlich das Rückgrat. Man ließ in der letzten Phase zudem die nötige Cleverness und Abgezocktheit vermissen und so blieben die zwei Punkte an diesem Wochenende gerechtfertigt unerreicht in Unterfranken zurück.

In den letzten drei Spielen der Saison gilt es nun etwas an der Einstellung zu ändern und sich darauf zu besinnen alles gegen den möglichen Abstieg am grünen Tisch zu unternehmen. Mit zwei Heimpsielen in Folge und einer letzten Auswärtsfahrt zur roten Laterne Sulzbach-Rosenberg haben die Brucker jedoch noch beste Chancen aus eigener Kraft dies zu bewerkstelligen.

Für Bruck spielten:
Goebel, Zapf; Eichhorn (7/2), Duscher (4), Ochs (4), Mangen (2/1), Will (2), Büttner (2), Meyer (2/1), Berger (1), Knerr (1), Mücke, Frey.

TV Erlangen- Bruck : TSV Friedberg 33:25 (17:9)

Am letzten Samstag mussten die Mannen um Trainer Ljevar gegen den Tabellennachbarn aus Friedberg antreten. Die vom Punktabzug bedrohten Brucker müssen weiterhin jeden Zähler mitnehmen um so schnell wie möglich das rettende Ufer Richtung Klassenerhalt zu erreichen. Des Weiteren kämpft die junge zweite Mannschaft ebenfalls gegen den Abstieg.

In einer ähnlichen Situation befindet sich auch der TSV Friedberg. Zwar ist der Verbleib in der Bayernliga gesichert, aber auch hier ist die Reserve vakant. Dementsprechend wurden auf Gästeseite mehrere Bayernligaspieler für die zweite Garde abgestellt.

Von Anfang an übernahm United das Kommando und setzte sich rasch ab. Über eine solide 6:0-Deckung wurden schnelle Gegenstöße eingeleitet und ein Polster von 10 Tore Vorsprung herausgespielt. Die zum Teil erstmalig eingesetzt Wolf, Resimius und Mangen fügten sich, zu Freude des Trainergespannes, nahtlos in den Brucker Spielfluss ein und glänzten mit einigen sehenswerten Aktionen.

Nach der Halbzeit wurde der klassische Schlendrian inklusive technischen Fehlern, Fehlwürfe und zu passiver Abwehrarbeit aktiv. Somit konnten die Gäste etwas Ergebnisskosmetik betreiben, aber letztendlich den ungefährdeten 33:25 Sieg der Heimsieben nicht verhindern.

Brooklyn schaffte es vor einer gut besuchten Tribüne, die Ausfälle von Kohler, Berger und Hirning zu kompensieren und feiert somit den vierten Sieg in Folgen.

 

Es spielten: Goebel, Zapf, Scholten, Duscher, Eichhorn, Mücke, Meyer, Völcker, Wenzel, Ochs, Wolf, Mangen, Büttner, Resimius

DJK Rimpar II : TV Erlangen-Bruck 23:24 (9:12)

 

Weiter, weiter, weiter!

 

Brooklyn United schwimmt weiterhin auf der Erfolgswelle und holt in einem sogenannten „4-Punkte Spiel“ wichtige Zähler bei einem Sonntagsausflug.

Doch sahen die Vorzeichen vor dieser Partie alles andere als rosig aus. Einerseits war man personell stark angeschlagen, denn der komplette linke Rückraum mit Wenzel und Völcker war aufgrund der aktuellen Situation gezwungen bei der zweiten Mannschaft auszuhelfen. Dieser Schachzug zahlte sich auch aus, da die Rookies ebenfalls auswärts wichtige Punkte mit dieser Unterstützung in der Landesliga Nord bei der HSG Rödental/Neustadt holen konnten.

Des weiteren war Kreisläufer Scholten aus privaten Gründen verhindert und Flügelspieler Büttner kurierte immernoch seine Fingerverletzung vom letzten Wochenende aus. Dennoch unterstützte dieser seine Mannschaft von der Bank aus und verwandelte außerdem in seiner etwa 20-sekündigen Einsatzzeit erfogreich einen Strafwurf. Diese Ausfälle kompensierte Trainer Ljevar durch die Spieler Frey und Schwandner, welche vor Allem die Abwehr stabilisierten. Andererseits konnte man in den letzten drei Saisons weder daheim noch auswärts gegen die Unterfranken einen Sieg erringen, da den Bruckern diese Mannschaft einfach nicht lag. Nichtsdestotrotz wusste man um die Bedeutung der bevorstehenden Partie und wollte sich keinesfalls von vornherein geschlagen geben.

 

Bruck startete sehr fokussiert in die Partie und bekam den Rimparer Angriff durch eine aggressive Abwehrarbeit früh in den Griff. Lediglich neun mal musste Torwart Goebel im ersten Spielabschnitt hinter sich greifen und über eben diese gefestigte Defensive gelangen immer wieder schnelle Tore durch den Gegenstoß. Doch häuften sich im Spielverlauf dieses Mal einige technische Fehler im Spielaufbau und einige Anspiele fanden nicht ihre vorgesehen Mitspieler. So blieb die Heimmannschaft immer in Schlagdistanz bis sich Bruck erstmals deutlich mit 6:10 absetzen konnte. In einer spannenden Phase bis zur Halbzeit konnte man den Gegner auf Distanz halten und schließlich mit drei Toren Vorsprung in die Kabine gehen. Am liebsten hätte man direkt weitergespielt, um den eigenen Spielfluss nicht zu unterbrechen, doch Coach Ljevar fand in der Pause wohl gewählte Worte und stimmte seine Schützlinge gut auf die zweite Spielhälfte ein.

 

Leider startete man mit direkt zwei Ballverlusten und eine Zeitstrafe gegen Spielmacher Hirning mehr schlecht als recht in die entscheidende Phase der Partie und so war das kampfbetonte Franken-Duell plötzlich wieder völlig offen. Es entwickelte sich eine zähe Partie, in der Bruck jeweils vorlegen konnte, während Rimpar von Zeit zu Zeit immer wieder nachziehen konnte. Durch einige Zeitstrafen geriet das Spiel immer weiter ins Stocken und an einen flüssigen Spielverlauf war bei den ganzen Unterbrechungen gar nicht mehr zu denken. Als sich die Partie immer mehr zu einer Art nie enden wollendem Schachspiel entwickelte, zeigte Keeper Goebel im Tor der Erlanger eine bärenstarke Leistung. Er glänzte bei Würfen von allen Positionen ob frei oder mit Hilfe der Abwehr und kaufte dem gefährlichen Rückraumhühnen Philipp Meyer durch zwei direkt gefangene Bälle außerdem den Schneid ab. Auch Ersatzkeeper Wagner, welcher für den ebenfalls verhinderten Zapf auflief zeigte seine Klasse und parierte mit stoischer Gelassenheit zwei Strafwürfe. Auchz in dieser Phase schafften es die Brucker nicht sich signifikant abzusetzen und boten den Gästen immer wieder Möglichkeiten im Spiel zu bleiben. Diese ließen sich letzten Endes dies auch nicht entgehen und erzielten eine Minute vor Ende der Partie den Treffer zum Ausgleich. Zwar konnte man im direkten Gegenzug die Führung zurückerobern, doch nur für eine paar Sekunden. Denn der Heimmannschaft aus Rimpar wurde kurz vor dem Abpfiff noch ein Siebenmeter zugesprochen, welcher auch direkt zum erneuten Ausgleich verwandelt wurde. Direkt nutzte man die letzte Auszeit und plante die letzten zehn Sekunden des Spiels als die Spannung in der Halle vor allem bei den Akteuren auf dem Feld kaum noch auszuhalten war. Lange Rede, kurzer Sinn: Steffan Meyer nahm sich ein Herz und jagte den Ball mit einem sehenswerten Unterhandwurf in die Maschen. Bei den Bruckern brachen alle Dämme als Sekundenbruchteile später die Sirene erklang und der Held des Spiels wurde umgehend unter seinen frenetischen Mitspielern begraben. Endstand 23:24.

 

Nach dem Sieg gegen den vor der Partie noch punktgleichen Gegner gilt es nun für die Brucker, welche sich im Aufwind befinden, weiter auf der Erfolgswelle zu reiten und alles aus den übrigen fünf Partien zu holen, was nur irgendwie möglich ist, denn wie bereits häufig erwähnt ist das Ergebnis der Affäre „pointgate“ noch lange nicht absehbar. Weiter geht es am kommenden Samstag zu gewohnter Uhrzeit gegen den TSV Friedberg.

 

Für Bruck spielten:

Goebel, Wagner; Hirning (5), Duscher (5), Mücke (4), Meyer (4), Eichhorn (2), Kohler (2), Büttner (1/1), Schwandner (1), Berger, Frey, Ochs.

Brooklyn II erzielt 50 Tore gegen HG Ansbach

TV Erlangen-Bruck II – HG Ansbach 50:24 (23:12)

Beide Mannschaften legten mit dem Tempo in den ersten Minuten die Messlatte für den weiteren Verlauf des Spiels entsprechend hoch.

Die Uni-Städter standen stabil in der Abwehr, konnten leichte Ballgewinne mit guten Gegenstößen erfolgreich abschließen und gingen so schnell mit 3:0 in Führung. Die Gäste aus Ansbach versuchten alles, um sich der drohenden Niederlage zu entziehen, hielten bis zum 9:5 in der 10. Minute das Spiel auch noch etwas offener, mussten sich dann aber dem zunehmenden Druck von  Brooklyn beugen.

Der Angriff von Brooklyn zeigte sich mehr als gut aufgelegt an diesem Tag und die Abwehr der Gäste fand keinen richtigen Zugriff. Bruck’s Abwehr dagegen machte es den Ansbachern immens schwer zum Torerfolg zu kommen und kam doch einmal ein Spieler frei vors Tor, dann war da immer noch Wolf Hagen im Tor, der (fast) nichts zuließ.

So setzte sich Brooklyn auf 18:7 (20. Min) ab und zur Halbzeit war das Spiel mit 23:12 eigentlich schon entschieden. Einziger Wermutstropfen war die schwere Verletzung von Tobias Faber, der das Spiel nicht fortsetzen und den Besuch ins Krankenhaus antreten musste – Gute Besserung Tobi!

Die zweite Spielhälfte begann Brooklyn, wohl im Gefühl des sicheren Sieges, etwas unkonzentrierter und so konnten die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste das Spiel bis zum 31:20 (40. Min.) ausgeglichener gestalten.

Der Appell ans Team in der Auszeit von Coach Carsten Peine, das Spiel wieder ernsthafter zu gestalten,  wurde prompt umgesetzt. Jetzt rollte Angriff auf Angriff auf das Tor der Gäste und sowohl Gegenstöße als auch schnelles Passspiel rissen immer wieder große Lücken in die Abwehr der Ansbacher, die nun kaum noch etwas entgegenzusetzen hatten. Über 38:22 (50. Min.) bis zum Endstand mit dem umjubelten 50. Tor erspielte sich Brooklyn mit dem 50:24 einen wahren Kantersieg.

Dies ist umso beachtlicher, wenn man das „Nervenkostüm“ bei Bruck berücksichtigt – im immer noch ungewissen Ausgang des Themas „Punktabzug“ zeigt das junge Team  von Brooklyn II Woche für Woche eine unglaubliche Motivation und Einstellung, das fast schon Unmögliche noch möglich zu machen, den Abstieg aus der Landesliga zu vermeiden.

Für Bruck: Miranda-Jahn, Hagen; Resimius (5), Faber, Völcker (4), Wislicenus (2), Wolf M. (7), Paduch (2), Mangen (9/2), Knerr (3), Großhauser (7/2), Wenzel (5), Oertel (6)

TV Erlangen-Bruck : TSV Unterhaching 36:30 (19:16)

Gegen die bereits seit längerem bekannten Gäste aus dem Münchner Raum mussten sich die Spieler von Trainer Ben Ljevar am Samstag behaupten,um weiterhin so viel Zählbares wie möglich aus den Partien in der Schlussphase der Bayernliga mitzunehmen. Mit vollem Kader wollte man alles in die Waagschale werfen, um an den Auswärtssieg letzte Woche gegen Niederraunau zuknüpfen. Erfreulich war die Rückkehr von Stammkeeper Lars Goebel in die Mannschaft, der in den letzten Monaten mit mehreren Verletzungen zu kämpfen hatte. Die vergangenen Partien gegen die Gäste aus dem Süden waren alle von sehr rassiger und aggressiver Natur und somit stellte man sich auf ein echtes Kampfspiel ein, bei dem Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden würden.

Die Heimmannschaft kam in den ersten Minuten der Partie vor allem über ein schnelles Spiel nach vorne und, wenn das nicht funktionierte, durch einen überlegt ausgespielten Positionsangriff zum Torerfolg und konnte über 6:3 auf 11:7 einen Vorsprung herausspielen. Eine direkte Auszeit der Gäste unterbrach diesen Spielfluss der Brucker ein wenig, welche sich im zunehmenden Spielverlauf immer schwerer taten. Denn an diesem Abend fand man nicht zur nötigen Aggressivität in der Abwehr und ließ somit die Keeper Zapf und Goebel auf verlorenem Posten stehen.
Nachdem sich auch im Angriffsspiel einige Fehler einschlichen, schafften es die motivierten Unterhachinger den Ausgleich zu erzielen und die Partie offen zu gestalten. Der bis zu diesem Zeitpunkt sehr erfolgreiche Tobi Büttner verletzte sich abseits des Balles am Daumen und konnte den restlichen Teil der Partie nicht mehr eingesetzt werden. Zwar fanden die Brucker über ihren wie immer sehr agilen und kaum haltbaren Spielmacher Hirning den Weg zurück zum erfolgreichen Angriffsspiel, doch bekam man in der Abwehr weiterhin keinen Fuß auf den Boden. So bekamen die Zuschauer in der Karl-Heinz-Hiersemann Halle eine sehr torreiche Partie wie auch schon im Hinspiel zu sehen. Mit einer 19:16 Führung riefen die beiden Unparteiischen, welche bereits die letzte Partie der Brucker leiteten (wir berichteten), zum Pausentee.
Sichtlich unzufrieden mit der angesprochenen Abwehrleistung, gestaltete Trainer Ben Ljevar seine Mannschaft personell um und appellierte an den Kampfgeist und die letzte Entschlossenheit seiner Schützlinge.

Doch alles andere als erfolgreich startete die Heimmannschaft in die zweite Hälfte der Partie und die Gäste konnten den Rückstand innerhalb weniger Momente egalisieren. Von diesem Zeitpunkt an befanden sich alle Akteure auf der Platte in einem offenen Schlagabtausch, in dem Bruck jeweils ein Tor vorlegte und Unterhaching postwendend den Ausgleich erzielen konnte. Die Gäste ohne den verletzten Spielmacher Dauhrer kamen immer weider über die linke Rückraumseite und die GEFAHR am Kreis zum Torerfolg, ohne dass sich ein effektives Mittel dagegen finden ließ. Doch ab der 48. Minute kam Torwart Goebel endlich ins Spiel, parierte einige wichtige Bälle und gab seinen Vorderleuten somit einen starken Rückhalt. Doch während der gesamten zweiten Hälfte spielte sich vor allem der an diesem Abend überragenden Steffan Meyer (11 Tore) in den Vordergrund und führte sein Team erfolgreich auf dem Weg zum bevorstehenden Heimsieg. Mitgerissen von dessen Vorbild und dem erstarkten Goebel im Tor spielte die Mannschaft nun mit vollem Einsatz. Durch eine jetzt gefestigte Abwehr um den bekanntesten Oberpfälzer Erlangens
Sebastian Duscher konnte man durch schnelles Umschaltspiel erfolgreich agieren. Auch die Tatsache, dass die Gäste aus dem fernen Süden nicht sonderlich Kapital aus ihrer Strategie mit einem zusätzlichen Feldspieler schlagen konnten begünstigte das Brucker Spiel und so kamen einige einfache Treffer auf das leere Tor der Hachinger zustande. Mit einem 36:30 konnte man letztendlich den TSV Unterhaching nach einem von Kampf und Tempo geprägtem Spiel erfolgreich niederringen und sich weitere zwei wichtige Punkte sichern. In der nächsten Partie geht es zum enorm wichtigen Auswärtsspiel gegen die DJK Rimpar II, welche punktgleich vor den Bruckern auf dem achten Platz liegt.

Für Bruck spielten: Zapf, Goebel; Meyer (11/2), Hirning (7), Büttner (5/3), Kohler (5), Mücke (3), Scholten (2), Ochs (1), Eichhorn (1), Duscher (1), Wenzel, Berger.

TSV Niederraunau : TV Erlangen-Bruck 33:40(14:18)

Und täglich grüßt der BHV. Nachdem man sich in der Hinrunde bereits mit dem zeitweiligen Punktverlust in Sachen #pointgate herumschlagen musste und nach langem Kampf endlich unter großem Jubel die Punkte zurückerstattet bekam, versetzte die Nachricht, dass das gesamte Verfahren erneut von vorne beginnen würde, den TV Erlangen-Bruck nicht gerade in Hochstimmung. Auch diesmal steht es in den Sternen was mit bereits erspielten Punkten passieren wird und man muss wieder ungeduldig auf den Prozessausgang warten. Um so wichtiger ist es für die Brucker alles Zählbare aus den ausstehenden Partien zu holen um dem möglicherweise drohenden Abstieg zu entgehen. So begab man sich hochmotiviert auf die längste Auswärtsfahrt der Saison ins weit entfernte Krumbach, um der roten Laterne Niederraunau weitere zwei Punkte zu entreißen. Doch standen die Vorzeichen nicht allzu optimal, da sich Stammkeeper Goebel kurz vor Genesung seines Muskelfaserrisses eine neue Verletzung an der Schulter zuzog. Auch Zapf musste aufgrund einer unvorhersehbaren Notfallsituation die Segel streichen und so lag die gesamte Last an diesem Tag auf den Schultern von Marcello Miranda-Jahn aus der zweiten Mannschaft. Ansonsten konnte Coach Ljevar bis auf Steffan Meyer aus dem Vollen schöpfen, da auch Rückraumakteur Völcker nach langer Verletzungspause wieder zum Team dazugestoßen war.

Die Partie begann ähnlich wie im Hinspiel zäh, aber durchaus torreich. Keine der beiden Abwehrreihen bekleckerte sich an diesem Tag mit Ruhm und die gut gefüllte Halle mit zahlreichen Fans bekam ein wahres Torfeuerwerk zu sehen. Gleich zu Beginn konnte die Heimmanschaft den ersten Treffer für sich verbuchen und zeigte, dass sie alles geben würde, um in der Liga fortzubestehen. Doch die 1:0 Führung sollte die einzige im gesamten Spielverlauf für das Ligaschlusslicht bleiben, denn Brooklyn United kam über schnellen Tempohandball angeführt von Philipp Hirning zu vergleichsweise leichten Toren über die schnelle Mitte und zweite Welle. Der bevorstehende Sieg war den Bruckern schon früh nicht mehr zu nehmen und so konnte das fachkundige Publikum eine relativ entspannte und schnelle Partie verfolgen. Einzig und allein dem starken Schlussmann der Schwaben war es zu verdanken, dass man sich nicht mehr als vier Tore absetzen konnte, da erneut viele Fehlwürfe das Erlanger Spiel prägten. Auch die anfangs konsequenten und über den gesamten Spielverlauf sehr genauen Unparteiischen trugen nicht gerade zum Spielfluss bei und schickten reihenweise Spieler vom Feld. Dies führte so weit, dass zweitweilens lediglich sieben Akteure auf der Platte standen und somit viel Freiräume für Einzelaktionen existierten. Doch schafften es die Unistädter nicht sich abzusetzen und so wechselte man nicht allzu komfortabel und durchaus unzufrieden mit der eigenen Leistung beim Spielstand von 14:18 die Seiten.

Auch Coach Ljevar hatte einige verbesserungswürdige Punkte in seiner Halbzeitansprache mitzuteilen und forderte noch einmal vollen Einsatz für die zweiten 30 Minuten. Diese unterschieden sich jedoch kaum merklich vom ersten Teil der Partie, nur vielleicht mit der Ausnahme, dass noch mehr Würfe den Weg in die Maschen fanden. So setzte sich das muntere „Run&Gun“-Spiel fort, was zwar unterhaltsam, aber nicht sonderlich von guter ABwehrarbeit auf beiden Seiten zeugte. Wenzel konnte durch einige sehenswerte Einzelaktionen, Ochs mit gewohnter Gelassenheit im Angriffsspiel und Büttner mit einer 100 Prozent Ausbeute von der Strafwurflinie jedoch im Angriff überzeugen und so kam doch noch einmal Hoffnung auf das Ergebenis etwas deutlicher gestaten zu können. Doch jedes Mal, wenn man sich begann etwas abzusetzen unterbrach ein Pfiff den Spielfluss und man konnte nur rätseln welcher Erlanger denn jetzt vom Feld musste. Die unterschiedliche Regelauslegung tat dem Verlauf der Partie nicht sonderlich gut und so beendete man eher verkrampft das Torfestival an diesem Abend durch ein Gegenstoßtor von Eichhorn zum 40. Treffer.

Letztendlich erfüllte Bruck seine Pflichtaufgabe und bringt weiter zwei Punkte auf das Konto, das hoffentlich im aktuellen Maße bestehen bleibt, aber dies liegt wie gesagt nicht in Brucker Hand. In den nächsten Partien gegen die Tabellennachbarn aus Unterhaching und Lohr muss ebenfalls etwas Zählbares eingebracht werden, um den Ligaverbleib trotz möglicher Punktekürzungen aus eigener Kraft zu bewerkstelligen.

Für Bruck spielten:
Miranda-Jahn; Büttner (7/6), Wenzel (7), Hirning (6), Eichhorn (4), Kohler (4), Ochs (4), Wolf (4), Mücke (2), Scholten (1), Duscher (1), Berger, Völcker.

Brooklyn verliert gegen Hätzfelder Bullen 23:25 und den Anschluß in der Tabelle

TV Erlangen-Bruck II – TG Heidingsfeld 23:25 (9:13)

Die Teams starteten mit unterschiedlichen Ausgangspositionen: Brooklyn wollte den ersten doppelten Punktgewinn der Rückrunde und die Gäste die Sicherung des zweiten Tabellenplatzes, der zur Relegation um den Aufstieg in die Bayernliga berechtigt.

Ohne Abtasten entwickelte sich ein schnelles, dynamisches Spiel mit vielen Zweikämpfen. Bruck ging mit 4:2 in Führung (6. Min.), die Gäste glichen aus und legten ihrerseits zum 4:6 (12. Min.) vor. Ein 7m ohne Tor hinderte die Uni-Städter nicht daran, dran zu bleiben, um in der 17. Minute mit 7:7 wieder den Ausgleich herzustellen.

Die Wechsel im Brucker Team verursachten jedoch ein paar Abstimmungsprobleme. In der Abwehr bekam man auf den starken Rückraum um die Drittliga erfahrenen Michal Panfil und Ole Dietzmann sowie den individuell starken Viktor Bodo nicht mehr den Zugriff wie zuvor, und im Angriff ließ die Durchschlagskraft gegen die groß gewachsene Gäste-Abwehr nach. Brooklyn verpasste die Chance auf mehr, weil man zusätzlich ohne Grund auf eine der Stärken des Teams – dem schnellen Umschaltspiel – verzichtete und so 11 Minuten ohne Torerfolg blieb.
Diese Phase nutzen die „Hätzfelder Bullen“ eiskalt zu einem 0:5 Lauf und gingen mit 7:12 (27. Min.) in Führung. Bruck gelang bis zur Halbzeit mit dem 9:13 noch etwas Ergebniskosmetik.

Die Absprache in der Halbzeit war klar – mehr Einsatzwille, aggressivere Abwehr und höheres Tempo als in der ersten Spielhälfte sollten die Wende bringen.

Etwas Hoffnung kam auf, als man in der 38. Minute trotz doppelter Unterzahl auf 13:16 verkürzen konnte. Zu mehr reichte es im weiteren Verlauf des Spiels jedoch nicht, denn Heidingsfeld hatte im entscheidenden Moment immer die besseren Lösungen parat. Im Angriff kamen die Gäste zunehmend mit der offensiven Spielweise von Brooklyn zurecht und schlossen bei angezeigtem Zeitspiel wiederholt erfolgreich ab. In diesen Situationen war Brooklyn in der Abwehr zu zögerlich und verlor die entscheidenden Zweikämpfe. Im Angriff waren die Aktionen jetzt zwar zwingender und das Umschaltspiel verbessert, aber die Hätzfelder Bullen hielten mit ihrer Spielerfahrung das junge Brucker Team bis zum Spielende auf Distanz.

Somit war der Sieg der Gäste vollends verdient, die Schwächephase vor der Halbzeit rückblickend vermutlich spielentscheidend und zwei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf verloren. Brooklyn wartet weiter auf den ersten doppelten Punktgewinn der Rückrunde und verweilt aktuell auf dem Abstiegsplatz.

Für Bruck: Miranda-Jahn, Hagen; Will (2), Resimius (2), Faber (1), Wislicenus (3), Wolf M. (1), Paduch (2), Mangen (2/1), Knerr (2), Großhauser (2), Wenzel (4), Oertel (2)

Brooklyn II holt mit dem 26:26 wichtigen Punkt beim heimstarken TV Roßtal

TV Roßtal – TV Erlangen- Bruck 26:26 (11:10)

Die Ausgangslage der beiden abstiegsgefährdeten Teams war mit dem gleichen Ziel identisch –  unbedingt punkten, um den Anschluss an das breite Mittelfeld zu halten.

Ein großes Abtasten gab es nicht. Es entwickelte sich ein für die Zuschauer spannendes Spiel, das von Nervosität und dem Auslassen hochkarätiger Chancen geprägt war.

Brooklyn setzte die taktischen Vorgaben in der Abwehr sehr gut um und ließ den sonst so guten Rückraum der Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. Die Folge war eine 2:5 Führung nach 10 Minuten. Doch Roßtal zeigte sich kampfstark, profitierte von Bruck’s ausgelassenen Chancen und ging in Überzahlsituation mit 6:5 (16. Min.) selbst in Front. Bruck reagierte postwendend und glich sofort aus. Man bestimmte nun das Spiel aus einer sicheren Deckung, verstärkt um den reaktivierten Denis Kübler, sowie mit einem gut haltenden Wolf Hagen. Beim 7:7 in der 23. Minute nahmen die Gäste ihre Auszeit. Mit den agilen, schnellen Spielern im Rückraum ging man durch den starken Jan Wislicenus 7:9 in Führung (24. Min.), versäumte aber bei doppelter Überzahl einen sichereren Vorsprung. So kamen die Roscht’ler wieder heran, glichen durch Manuel Urban zum 9:9 (27. Min.) aus, um nach der zwischenzeitlichen 9:10 Führung für Bruck, erneut in Überzahl mit einer knappen 11:10 Führung in die Halbzeitpause zu gehen.

In der zweiten Spielhälfte dann ein umgekehrtes Bild. Die Gastgeber behaupteten ihre Führung, Brooklyn kämpfte und versuchte immer wieder den Anschluss herzustellen, was durch die häufige Unterzahl erschwert wurde. So mussten die Uni-Städter in der 38. Minute beim 16:14 für Roßtal sogar mit nur 4 Feldspielern agieren und eine kritische Situation beim anschließenden 17:14 überstehen. Die taktische Maßnahme,  einen zusätzlichen Feldspieler anstelle des Torwarts zu bringen wirkte. Die in dieser Phase sehr agilen, starken Jan Wislicenus und Jan Resimius sorgten für den Anschluss zum 17:16 (41. Min.).

Doch sofort war man wieder in einer Unterzahl-Situation. Roßtal nutzte die Überzahl zum 18:16 und blieb mit 19:17 und 21:18 (47. Min.) vorn. Dieses Spiel setzte sich dann fort – Roßtal legte vor und Bruck erkämpfte sich jeweils den Anschluss – so pendelte der Vorsprung der Gastgeber zwischen einem und drei Toren bis zum 26:23 (55. Min.).

Die Auszeit von Coach Carsten Peine zeigt dann aber Wirkung. Gegen die nun extrem offensiv agierende Abwehr taten sich die Roßtaler schwer. Brooklyn nutzte die leichten Ballgewinne und konnte durch einen „coolen“ 7m von Juli Mangen den Anschlusstreffer zum 26:25 bei 57:56 Minuten erzielen. Spannung pur bei Teams, Schiris und  Fans. Entgegen den vergangenen Partien wollte Brooklyn diesmal unbedingt etwas Zählbares mitnehmen, kämpfte beherzt, ließ in den letzten 5 Minuten des Spiels keinen Gegentreffer mehr zu und konnte bei erneutem Ballgewinn durch Andi Knerr bei 59:45 Minuten zum 26:26 ausgleichen. Die anschließende schnelle Mitte der Roscht’ler wurde durch deren eigene Auszeit unterbunden.  So konnte sich Brooklyn noch ordnen und ließ in den letzten 10 Sekunden nichts mehr anbrennen.

In Anbetracht des gesamten Spiels, mit verteilten Spielanteilen, ein alles in allem gerechtes Unentschieden. Was diese Punkteteilung für beide Teams bedeutet wird sich in den folgenden Wochen zeigen. Für Brooklyn ein Punkt der Moral und des Kampfes.

Für Bruck: Miranda-Jahn, Hagen; Will (1), Resimius (1), Kassing, Wislicenus (8/2), Wolf M., Mangen (2/2), Knerr (3), Großhauser (9/4), Kübler, Wenzel (2), Oertel
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